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Geschichte

Die Bildhauerschule ist aus einem konkreten Bedürfnis heraus entstanden: daraus nämlich, dass sich im Atelier des Müllheimer Bildhauers Urs Straehl immer wieder jüngere Berufsleute vorstellten, die eine Weiterbildung suchten oderganz einfach Menschen, die mit der Steinbildhauerei in irgendeiner Weise über kürzere oder längere Zeit tätig in Verbindung kommen wollten. So entstand die Idee einer Schule, in dem diesemBedürfnis Rechnung getragen werden konnte. "Uns war aber bald klar, dass diese Schule auch einen ideellen Gehalt haben müsse: eine klar erkannte Ausrichtung innerhalbdes vielfältigen und auch widersprüchlichen Umfeldes der heutigen künstlerischen Bemühungen. Wir fandendiesen ideellen Gehalt unter anderem in Platos Philosophie und vorallem in der platonischenAkademie der Renaissance, die in Florenz unter den ersten Medicis eine fruchtbare Tätigkeit entfaltet hatte sowohl in philosophisch- humanistischen, wie auch im künstlerisch- handwerklichen Sinne. (Der erste Akademieleiter Marsilio Ficino hatte das Gesamtwerk des Platon und Plotin übersetzt und erweckte im jungen Michelangelo, der an der Akademie tätig war, das Interesse für die Antike Geisteswelt.)"

So war diese Idee geboren, und die Bildhauerschule bemüht sich seither diesem Ideal nachzustreben, deshalb nehmen heute auch wieder in der Grundausbildung die humanistischen Fächer: Philosophie, Aesthetik, Kunstgeschichte, einen gebührenden Platz ein neben der handwerklichen Ausbildung.

 

Chronik

2017
offene Ateliers von Stepanka Strähl, Melanie Geiger, Franziska v. Schroeder, im Rahmen der "offenen Künstlerateliers Ostschweiz" (5fünfstern) mit Ausstellung in der Galerie der Bildhauerschule Müllheim.

2017
Essen - Cultur - Gespräche I mit Eröffnung der Ausstellung, Essen in der Künstlercantina & Gespräche über Kunst & Werke mit Künstlerischen Rezitationen auf der Bühne in der Künstlercantina.

2016
Tag der offenen Tür, Ausstellung in der Bildhauerschule Müllheim mit Werken der plastischen Kunst sowie mit malerischen Werken aus der privaten "Müllheimer Sammlung" über Kurt Tuch (siehe Gedächtisausstellung im Jahr 2000 in der Bildhauerschule).

2015
Erweiterung des Kursprogramms und der Weiterbildung.

2014
Ausstellungen in La Casa Triesen FL, Dubachs Raumdesign Rapperwil und in Diessenhofen.

2012
Eröffnung der Künstlercantina im umgebauten ehemaligen Mostkeller der BM.

2012
Ausstellung von Gefässen die an der Bildhauerschule Müllheim entstanden sind im Kloster St. Georgen, Stein am Rhein.

2008
Umbau der Künstlercantina.

2007
Neugestaltung Innenhof.

2006
Werke aus der Bildhauerschule werden an der Kids Charity Gala in Winterhur versteigert.

2004
Ein Ausstellungsgarten für grössere Objekte wird eingerichtet.

2003
Ausstellung mit Katalog von Werken der Schülerinnen und Schüler.

2001
Vereinigung junger Bildhauerinnen und Bildhauer in der Mithras Zunft.

2001
Grosse Gedächtinisausstellung über den Maler Kurt Tuch (1877 bis 1963) mit Oelgemälden und Aquarellen aus dem Nachlass und der privaten"Müllheimer Sammlung".

2000
Einrichtung des Meisterjahres.

1999
Erste Schülerinnen und Schüler, die die 4jährige Grundausbildung erfolgreich abschliessen.10-Jahres-Jubiläumsausstellung mit Herausgabe eines Jubiläumskataloges. Die Schülerinnen und Schüler können nun den eidgenössischen Fähigkeitsausweis erwerben.

1998
Die Klasse für Grundausbildung ist auf über 15 Schülerinnen und Schüler angewachsen. Die Schule wird, obwohl sie nicht mehr von der öffentlichen Hand subventioniert ist, vom Kanton als stipendienberechtigt anerkannt.

1997
Mit der Migros Klubschule Frauenfeld zusammen wird eine Kunstfachklasse eingerichtet für Bildhauerei, Zeichnen, Malen und Kunstgeschichte. Jwan Strähl übernimmt in der BM den Unterrricht in der Fachkunde und der Stilkunde und ergänzt das Lehrprogramm durch den Geschichtsunterricht.
Symposium der Bildhauerei in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Littenheid mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern der BM.

1996
Pirmin Meyer und Gabriel Mazenauer beginnen mit dem Unterricht als Assistenten für Steinbildhauerei an der Schule und unterstützen den Lehrkörper.

1995
Beginn der 4-jährigen Grundausbildung in Steinbildhauerei.

1993
Ausbau der Liegenschaft Bahnhofstrasse 12 (Umbau der alten Scheune). Es entsteht ein grosser Mehrzweckraum, ein Vestibühl und ein künstlerisch gestaltetes Eingangsportal in Stein.
3. Jahresausstellung der BM 92/93 mit Werken von Schülern und Einweihung des neuen grossen Saales, des Modellier- und Vortragsraumes.

1992
Aenderung der Stiftungsurkunde im Zweckartikel auf Aus- und Weiterbildung. Auf Wunsch des Stitftungsrates übernimmt Charles Maurer, Staatsschreiber des Kantons Thurgau, das Präsidium der Stiftung und Frau Anita Fahrni wird Vicepräsidentin. Beide amtieren bis 1994. Der von Fr. Mathias gegründete Trägerverein der BM, unterstützt die Schule, sucht Gönner und organisiert kulturelle Anlässe für ihre Mitglieder und Freunde. Der Trägerverein ist tätig bis 1994.
Eröffnung der 2. Jahresausstellung der BM. Es werden Werke von 16 Schülerinnen und Schülern gezeigt.

1991
Anerkennung und Subventionierung der Bildhauerschule Müllheim durch Bund und Kanton.

1990
Errichtung der Stiftung Bildhauerschule Müllheim (BM) durch Urs Strähl mit öffentlicher Urkunde
Erste Ausstellung der Bildhauerschule Müllheim mit 30 Werken in Stein, Bronze und Holz.
Austellung im Marmorwerk Max Frei AG Widnau mit 36 Werken.

16.Oktober 89
Offizieller Schulbeginn der Bildhauerschule Müllheim (BM) mit einer ersten Klasse von 6 Schülern. Lehrkörper: Urs Strähl: Steinbildhauerei, H.P. Bossert: Kunstgeschichte und Aesthetik, Max Zwissler: Terracotta, Stefan Tacke: Schriftgestaltung, Markus Frei: Holzbildhauerei, Ernst Matt: Bronzeguss. Später kommen dazu: Armin Meier: Zeichnen, Gerd v. Stietencron: Portraitmodellieren, Franz Ledergerber: Holzbildhauerei.